Vita

Mit ihrer Leidenschaft zur Alten Musik bis hin zur zeitgenössischen Musik ist Verena Spies sowohl mit dem Barockcello als auch mit dem modernen Violoncello unterwegs. Die Musik brachte sie schon in viele verschiedene Länder – das Cello stets als treuen Begleiter dabei.

Ihr Repertoire umfasst ein weites Spektrum an Solo-, Kammermusik- und Orchesterliteratur.

Geboren in Hannover, begann Verena mit dem Cellounterricht bei Yasuko Ogata an der Musikschule Hemmingen. Schon in jungen Jahren nahm sie an Meisterkursen im In- und Ausland bei Klaus Storck, Ulf Tischbirek, Antonio Meneses, Laszlo Fenyö, Gerhart Darmstadt und Guido Larisch teil und konzertierte als Solocellistin mit dem Ärzteorchester Hannover unter der Leitung von Lorenz Nordmeyer sowie dem Japanischen Jugendorchester Nishinomiya unter der künstlerischen Leitung von Yoko Kitaura.

Als mehrfache Bundespreisträgerin „Jugend musiziert“ war sie Stipendiatin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und Preisträgerin der Bürgerstiftung Hemmingen.

Neben ihrer cellistischen Laufbahn ließ sich Verena ebenfalls auf dem Klavier durch Elena Levit ausbilden und entwickelte so auch pianistische Fähigkeiten.

Im September 2013 begann sie ihr Musikstudium mit Hauptfach Violoncello bei Antonio Meneses an der Hochschule der Künste Bern, wo sie 2016 den Bachelor of Arts – Musik Klassik erhielt. Ab Herbst 2016 studierte Verena bei Lucia Swarts im Masterstudiengang am Koninklijk Conservatorium in Den Haag und schloss ihr Studium 2018 mit dem Master of Music für Violoncello und Barockcello ab.

Bereits während ihrer Studienzeit in Bern kam Verena mit dem Barockcello und der historischen Aufführungspraxis in Berührung, inspiriert durch verschiedene Kammermusikprojekte mit Michael Form sowie 2015 durch ein Barockorchester-Projekt mit dem Orchester für Alte Musik Bern Les Passions de l’Ame unter der Leitung von Meret Lüthi.

2016 war sie Teilnehmerin an der Ensemble Akademie Freiburg des Freiburger Barockorchesters und des ensemble recherche. Mehrfach nahm sie an der Internationalen Händel-Akademie in Karlsruhe teil. Im Sommer 2017 spielte sie bei der La Petite Bande Sommer-Akademie in Italien unter der Leitung von Sigiswald und Marie Kuijken. Bei der Internationalen Winter Akademie für Alte Musik in Bremen sowie der Early Music Summer School des Konservatoriums Amsterdam arbeitete sie mit Viola de Hoog zusammen. 2019 nahm sie am Tafelmusik Winter Institute in Toronto teil. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie von Albert Brüggen, Jaap ter Linden, Christina Mahler, Lucy van Dael, Wilbert Hazelzet, Robert Franenberg, Margaret Urquhart, Enrico Gatti, Daniela Helm und Love Persson.

Verena spielte in verschiedenen Barockorchestern, im Orchester des 18. Jahrhunderts unter der Leitung von Kenneth Montgomery, in Holland Baroque unter der Leitung von Lars Ulrik Mortensen, Giovanni Sollima u.a. sowie in dem weltweit ältesten Barockensemble Nederlandse Bachvereniging unter der Leitung von Jos van Veldhoven. Verena war Young Bach Fellow der Nederlandsen Bachvereniging in der Saison 2017/2018.

Kammermusikalisch war Verena sowohl auf dem Festival Oude Muziek Utrecht Fringe als auch auf dem MonteverdiXL Festival und dem Geelvinck Fortepiano Festival zu hören.

Verena ist Mitbegründerin des Barockcello-Trios „corde profonde“ sowie des Ensembles „Fontana dei Suoni“.

Um sich mit der Musik auch sozial einzusetzen und ihre Freude an der Musik weiterzuvermitteln, engagierte Verena sich im Juli 2016 mit Unterrichten, Workshops und Konzerten beim Sozialprojekt „Música que Transforma“ an der Musikschule Tehillah in Nazária (Piaui/Brasilien).